3 ganz einfache Sachen

Dieser Artikel soll kurz sein – zur Abwechslung mal.

Und 3 ganz einfache Tipps verbreiten zum Einsparen von Energie und Rohstoffen.

Es mag vielen LeserInnen hier lapidar erscheinen, aber ich habe es so oft erlebt, dass diese 3 kleinen Handlungsmöglichkeiten zum Klima- und Umweltschutz gar nicht bekannt sind. Welch ein Schrecken – zumindest für mich.

  1. Wasser vorkochen und dann im Topf zum Kochen bringen.
Der futuristische Wasserkocher meiner Familie

Stylische Wasserkocher leuchten beim Erhitzen, manche sogar in unterschiedlichen Farben bei verschiedenen Temperaturen – da hat man auch noch was zum Meditieren, während man auf das heiße Wasser wartet.

Wenn das Wasser im Wasserkocher vorgekocht wird, statt dass kaltes Wasser von Anfang an in einem Topf erhitzt wird, kann man einen Großteil des Energieaufwands sparen! Dies trifft natürlich auf Induktionsherde zu, die wenig Eigenerwärmung (für das eigenen Material – die Kochplatte) benötigen und nach dem Zubereiten nicht nachwärmen.

2. Topf auf den Deckel machen

Deckel auf’n Topf

Für uns Öko’s natürlich eine Selbstverständlichkeit und es kann zu Irritationen in Ferienwohnungen oder Ähnliches führen, wenn nicht der richtige Deckel zum jeweiligen Topf gefunden wird. Auch hier und das sagt ja eigentlich schon der vernünftige Menschenverstand: der Deckel auf dem Topf hält die Wärme im Topf und hilft ganz stark Wärmeverluste durch das Verdunsten zu vermeiden.

Daher: Deckel auf’n Topf! Zur Not machst auch mal ein großes Brett (nicht zu oft, Holz leidet natürlich, wenn es durch Wasserdampf ständig aufquillt) oder ein großer Teller (vorsichtig beim Abnehmen, der ist dann heiß!).

Unpraktischerweise sind auch manche – noch so schönen – Deckel nicht hitzeunempfindlich, sondern heizen sich genauso wie Topf und Wasser auf. Unbedingt prüfen und wie auf meinem Bild den bunten Topflappen schnappen.

3. Eierpappen wiederbefüllen oder Abgeben an gute (wiederfüllende) Hände

Eine nicht ganz verwaiste Eierpappe

Es gab Omelette, Sonntagsfrühstückseier und im Nu ist da schon wieder eine leere Eierpappe. Kleintreten/-knüllen und ins Altpapier? Ja, die richtige Müll-Station ist das schon, aber es geht noch besser mit dem Recycling:

Am besten an dankende wiederbefüllende Hände zurückgeben. Die beste Möglichkeit: Bauern aus dem regionalen Wochenmarkt, die sich freuen, die Behälter nicht selbst einkaufen zu müssen. Oder auch sehr gut: Bio- oder Regioläden, wo man sich die Eier selbst aussuchen und ‚einfüllen‘ kann. Oder eine Solidarische Landwirtschaft mit Hühnern, vielleicht sogar diejenige, an die man selbst angedockt ist als Mitglied.

Durch das Direkt-Recycling wird der Rohstoff Holz eingespart. Selbst wenn die Pappen im Altpapier landen müssen sie einen energie- und wasserzehrenden Prozess durchlaufen, um irgendwann wieder als Eierpappe für uns im Regal zu stehen oder uns als Papiertüte nach draußen zu begleiten oder Ähnliches. Als sofort recyclte Eierpappe sind gar kein Energie-, Wasser- und Ressourcenaufwand nötig und Kosten für Kleinhändler (die, die es am meisten brauchen) eingespart. Ich weiß, dass es zu Corona-Zeiten vielerorts dieses Rückgebe-Verfahren nicht möglich ist, aber diese Umstände gehen ja auch wieder vorbei.

Daher: bitte im Kopf behalten und zum samstäglichen Wochenmarkt-Besuch mitbringen.

Sind die nicht schön ungleich?

Am besten ist natürlich sowieso selbst wieder Befüllen mit den Eier der glücklichsten Hühnchen der Welt im eigenen großen Garten/ dem eigenen großen wilden Grundstück/ der eigenen SoLaWi…

Veröffentlicht von Christine Heybl

Ich habe zum Thema 'Klimagerechtigkeit' promoviert, Hauptfach Philosophie, Nebenfach Biologie. Ziel war es zum Thema Nachhaltigkeit, herauszuarbeiten, dass durch den Klimawandel Menschenrechtsverletzungen entstehen und wir daher die Verpflichtung haben, in allen Bereichen der Gesellschaft eine nachhaltige, ökologisch-vertretbare Lebensweise einzuführen, die die Menschenrechte aller Individuen sowohl heute als auch in Zukunft möglich macht und schützt. Ich bin sehr Nachhaltigkeitsthemen interessiert, zurzeit v.a. an nachhaltigem Konsum, organischer Landwirtschaft und Permakultur.

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