Underground food machines

Ich möchte diesen Beitrag über die eventuell von vielen Großstädter mit einer Hassliebe bedachten ‚food machines‘ widmen, die sich in unseren U-Bahntunneln und auf den S-Bahnhöfen tummeln.

Nicht, dass ich nicht auch desöfteren davor stehe und mich frage, ob ich mir mein Kleingeld einen Snack wert ist. Je älter ich werde, desto weniger ansprechend finde ich, was sich IN diesen Automaten befindet!

Geht’s auch ein bisschen gesünder als Snickers und Twix?

Das Schlimmste ist, und da bin ich bestimmt nicht die Einzige im Umkreis von Berlin Lebende – man strandet nachts um 2 Uhr schrecklich hungrig am Berliner Westkreuz und hat entweder die Auswahl zwischen dem schlappen und verfärbten Eierbrötchen für 1 Euro im Resteangebot beim Backstand oder zwischen 80% an Süßwaren und vier verschiedenen Chips-Sorten aus dem Food-Automat. Meist greife ich zu dem alternden Brötchen, mir ging’s bisher am nächsten Tag immer noch gut!

Aber trotzdem – was spricht eigentlich dagegen, die gesunden Bestrebungen der z.B. herumreisenden Berliner Städter zu unterstützen?

Eine Augen öffnende Entdeckung war dafür für mich dieser Automat im Detroiter Flughafen:

Okay, ja, für alle Fuchsaugen: Er war zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb, aber darf ich trotzdem bitte die Aufmerksamkeit auf den Inhalt lenken? Er ist gefüllt mit Gläser mit gemischten Salaten!

Ist das nicht grandios?

Okay, auch wahr: Es muss wahrscheinlich jeden Tag kontrolliert werden, was noch ansehnlich ist/schlecht geworden/abgelaufen ist, was im Flughafen wahrscheinlich eine ihre leichtesten ist. Aber trotzdem: Der Automat bietet richtig GESUNDE Snacks an. Und man kann im Anschluss an den Genuss auch gleich das Glas zum Recyceln einwerfen.

Ich war perplex, da ich in Deutschland schon so oft darüber nachgedacht habe, womit man diese Automaten füllen könnte, um nicht die auf dem Bahnsteig auf und ab Wandernden zu Schokoriegeln zu verführen.

Gingen nicht auch Trockenobst? Mehr Nussriegel? Vollkorn-Cracker?

An alle, die in diesem Bereich arbeiten oder jemanden kennen, der dafür verantwortlich ist: Vielleicht fühlt ihr euch ja durch diesen Beitrag inspiriert und möchtet (wenn ihr könnt) etwas ändern.

Veröffentlicht von Christine Heybl

Ich habe zum Thema 'Klimagerechtigkeit' promoviert, Hauptfach Philosophie, Nebenfach Biologie. Ziel war es zum Thema Nachhaltigkeit, herauszuarbeiten, dass durch den Klimawandel Menschenrechtsverletzungen entstehen und wir daher die Verpflichtung haben, in allen Bereichen der Gesellschaft eine nachhaltige, ökologisch-vertretbare Lebensweise einzuführen, die die Menschenrechte aller Individuen sowohl heute als auch in Zukunft möglich macht und schützt. Ich bin sehr Nachhaltigkeitsthemen interessiert, zurzeit v.a. an nachhaltigem Konsum, organischer Landwirtschaft und Permakultur.

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